Geschichte der Kurpfalz

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Geschichte von Germersheim

Kleine Geschichte der Stadt Germersheim

Nach seiner Invasion in Gallien machte Gaius Iulius Caesar den Rhein zur Grenze zwischen dem Römischen Reich und Germanien. Einige kleine Gebiete östlich des Rheins wurden später erobert und der römischen Provinz Agri Decumates hinzugefügt. Da es immer häufiger angegriffen wurde, gab man es in der zweiten Hälfte des dritten Jahrhunderts auf und gründete ein Militärlager mit dem Namen Vicus Iulii" (Dorf des Julius/Julius' Dorf). Es wurde bis ins vierte Jahrhundert hinein unterstützt.

Die erste Erwähnung des Namens "Germersheim" stammt aus dem Jahr 1090, als es in der Sinsheimer Chronik genannt wurde. Der deutsche König Rudolf von Habsburg verlieh Germersheim im Jahr 1276 (18. August) die Stadtrechte. Es gibt eine Legende, die besagt, dass er als kranker Mann von Germersheim nach Speyer ritt, um dort und nicht in Germersheim zu sterben.

Im Jahr 1325 wurde die Stadt von König Ludwig IV. an das Kurfürstentum Pfalz übergeben. In den folgenden Jahrhunderten erhielt sie einen höheren Status. Ein katholischer Orden gründete 1298 ein Kloster, das er bis 1527 nutzte. Nachdem Germersheim in der Zeit der Pest und des Dreißigjährigen Krieges fast zerstört worden war, wurde es 1674 von französischen Truppen niedergebrannt. Nur die Krypta und die Fundamente der katholischen Kirche blieben erhalten.

Während der französischen Revolutionskriege blieb Germersheim strategisch wichtig und war im Juli 1793 Schauplatz einer bedeutenden französischen Niederlage, als eine österreichische Armee unter dem erfahrenen Feldmarschall von Wurmser eine französische Armee unter Beauharnais besiegte.

Ab 1797 gehörte Germersheim zu Frankreich und wurde 1798 in das neu geschaffene Departement Mont-Tonnerre eingegliedert. Im Jahr 1814 wurde es von bayerischen Truppen erobert. Nach der Rückeroberung im Jahr 1814 begannen die bayerischen Herrscher 1831 mit dem Bau einer Festung. Sie wurde 1855 fertig gestellt, obwohl die Ausgrabungen für unterirdische Gänge bis 1861 andauerten. Zu diesem Zeitpunkt war die Festung jedoch bereits veraltet, da die Artillerie in den dreißig Jahren seit Beginn der Arbeiten stark verbessert worden war. Die Festung wurde 1921/22 als Folge des Versailler Vertrags zerstört. Einige Teile sind noch erhalten, wie die "Fronte Beckers", wo sich heute die Musikschule der Stadt befindet.

Germersheim war Schauplatz mehrerer Auseinandersetzungen zwischen französischen Truppen und deutschen Veteranenverbänden während der Besetzung des Rheinlandes nach dem Ersten Weltkrieg.

General Hans Graf von Sponeck, der im Winter 1941 gegen den ausdrücklichen Befehl seines Vorgesetzten den Rückzug seiner Truppen aus Kertsch befahl, weil sie durch die russische Landung bei Theodosia auf der Halbinsel Krim hoffnungslos abgeschnitten waren, wurde hier in der Festung interniert, nachdem Hitler sein Todesurteil in sechs Jahre Haft umgewandelt hatte. Bei der Säuberung nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler wurde Graf von Sponeck, obwohl unbeteiligt, erschossen. Ihm zu Ehren ist heute eine Straße in Germersheim nach Hans-Graf-von-Sponeck-Straße benannt.


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Sehenswürdigkeiten in Germersheim

Weißenburger Tor

Das   Weißenburger Tor wurde 1839 nach  Plänen des Münchner Professors Friedrich von Gärtner  erbaut und ist eines von zwei Stadttoren. Neben dem Tourismusbüro (mit Kasse) und einer Dauerausstellung zur Festungsgeschichte ist es auch Ausgangspunkt für sehenswerte Stadt- und Festungsführungen wie zum Beispiel köstlichen Weingenuss.

Das Ludwigstor  

Das sehenswerte Alte Stadt Westtor Museum besitzt umfangreiche Sammlungen und eine Vielzahl von Exponaten zur Stadt- und Festungsgeschichte Germersheims sowie zur Geschichte der Region .

Der große Stadtpark mit deutlich sichtbaren Mauerresten ist nicht nur von historischer Bedeutung, sondern auch ein beliebter Spiel- und Erholungsbereich für Jung und Alt.

Im Bereich der ehemaligen Reussfront war die Rüstkammer, die heute das Deutsche Straßenmuseum, den Städtischen Kunstverein und die Modelleisenbahnanlage beherbergt, als Lager, Ausrüstung und Waffen ein wichtiger Bestandteil der Festung.

Arrestgebäude

Das um 1894 erbaute, eigenständige Gefängnisgebäude zeigt noch heute eindrucksvoll seine ehemalige Funktion als Gefängnis, in dem nicht nur Kriminelle und Deserteure gefangen gehalten werden, sondern auch der ein oder andere brave Soldat, der vielleicht mal ein Bier oder Wein getrunken hat.

Fronte Beckers

Dieser über 250 Meter lange, gut erhaltene Teil des Kastells veranschaulicht eindrucksvoll die historische Befestigungsanlage mit Wassergraben (Hufeisendamm), Hauptmauer, Plakaten und Portalen Untertagestollen. Heute befinden sich im Graben die städtische Musikschule und das Jugendzentrum.

Das Garnisonslazarett

Das 1848 fertiggestellte Garnisonslazarett nahm während der Festungszeit etwa 550 Kranke und Verwundete auf. Es ist auf drei Seiten von einem Wassergraben umgeben. Der Exerzierplatz davor wird für Übungen, Manöver, Paraden und große Paraden genutzt.

Kommandantur

Das ehemalige Büro des Festungskommandanten befindet sich direkt am Luitpoldplatz, der den Namen des Regenten trägt. Das historische Pflaster vor dem Gebäude weist noch beeindruckende Gebrauchsspuren der Soldatenstiefel auf, die  im Laufe der Zeit  beim Auf und Ab der Wachen buchstäblich gelbe Backsteine hinterlassen haben. .

Die ehemalige  Ziegelei  in Sondernheim

Gegründet ist die Ziegelei ein beachtliches Denkmal der Industrialisierung mit zugehörigem Museum.Direkt am Rhein gelegen, inmitten eines Naturschutzgebietes, bietet es eine Zeitreise in die Industriegeschichte und neben der besonders bei Kindern beliebten Reichsbahn gibt es eine Ausstellung zum Thema „Naturkunde“.



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