Geschichte der Kurpfalz

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Geschichte von (Groß-) Umstadt

Außerhalb der Stadt wurden Spuren einer paläolithischen Besiedlung festgestellt.


Der Gründung folgte eine geordnete Besiedlung und Romanisierung des Stadtteils, und es wurde ein Markt für landwirtschaftliche Produkte eingerichtet. Unter der heutigen Stadtkirche ist das Hauptgebäude einer römischen villa rustica ausgegraben worden. Diese Villa blieb bis zum Zusammenbruch der Alemannen um 300 n. Chr. erhalten. Die Geschichte der Stadt in den folgenden 450 Jahren bis zur ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt ist unklar. Alemannische und später fränkische Gräber deuten auf eine Siedlung im Stadtgebiet hin. Die Lage der Kirche im Kernbereich der ehemaligen Villa deutet auf eine ununterbrochene Besiedlung hin, zumindest aber auf das Wissen um die vorherige Besiedlung.

Frühmittelalterliche Zeit

Nach der Eroberung des alemannischen Gebiets durch die Franken errichteten diese königliche Befestigungen, um die Kontrolle über das Gebiet zu sichern. Eine solche wurde zweifellos in Umstadt errichtet, dem Regierungssitz der Umstädter Mark, zu der neben Umstadt selbst auch die heutigen Gemeinden Otzberg, Höchst im Odenwald, Breuberg und Schaafheim gehörten. Zu dieser Zeit hatte Umstadt den Status eines Marktfleckens und verfügte über eine Kirche und den Sitz eines Grafen. Die erste urkundliche Erwähnung des Stadtteils erfolgte 743 unter dem Namen "Autmundisstat", was soviel wie "Autmunds Stadt" (möglicherweise Edmunds Stadt) bedeutet. Eine andere mögliche Herkunft des Namens ist "ad montes" (in der Nähe der Berge). Im Jahr 766 erwarb die Fürstabtei Fulda den Besitz der Umstädter Mark und besaß hier bis 985 drei Kirchen, Mühlen und Weinberge.

Spätmittelalter

Bereits 1263 oder früher hatte Umstadt Stadtrechte und eine Stadtmauer erhalten.

Konrad IV. von Hanau machte im Zusammenhang mit seiner Wahl zum Fürstabt von Fulda im Jahre 1373 erhebliche Schulden. Nach seiner Machtübernahme versuchte er, diese Schulden bei der Fürstabtei Fulda wieder einzutreiben. So verpfändete er 1374 die Burg Otzberg, die Stadt Hering und Teile von Umstadt an seinen Neffen Ulrich IV. für 23.875 Gulden (Gulden). Andere Teile wurden von der Kurpfalz übernommen, was zu einem Kondominium führte. Davon zeugen zwei Schlösser: das Hanauer Schloss, das aus dem ersten Wasserschloss an der Nordostecke der Stadt hervorging, und das Pfälzer Schloss an der gegenüberliegenden Ecke. Dazwischen lagen die Bürgersitze der Stadt, darunter der Sitz der Wambolts von Umstadt, der bald die Schlösser der beiden Stadtherren in den Schatten stellte.

Frühe Neuzeit

Im Jahr 1504 wurde die Stadt von Landgraf Wilhelm II. von Hessen erobert, der sie bis zur Klärung der Besitzverhältnisse auf dem Wormser Reichstag 1521 besetzte. Dies führte zu einem weiteren Kondominium, diesmal zwischen Hessen und der Pfalz. Als Entschädigung erhielt Hanau 12.000 Gulden und mehrere umliegende Dörfer, nämlich Harpertshausen, Kleestadt, Langstadt und Schlierbach.

Unter diesem gemeinsamen Besitz entwickelte sich die Stadt bis kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg; das noch erhaltene Rathaus wurde ab 1596 erbaut.

Während des Krieges war die Stadt durch ihre starken Befestigungen geschützt, was größere Zerstörungen verhinderte, aber dennoch gab es großes Leid, nicht zuletzt während der Pest 1634-36.

Während des Pfälzischen Erbfolgekriegs wurde die Stadt im Dezember 1688 kurzzeitig von einer Truppe von 600 Dragonern unter dem Marquis von Barbistere besetzt und verwüstet.

19. und 20. Jahrhundert

Im Jahr 1802 übernahm die Landgrafschaft Hessen-Darmstadt die gemeinsame Herrschaft über die Stadt, die damals die zweitwichtigste Stadt des neu gegründeten Landkreises Dieburg war.


Nach dem Anschluss an die Eisenbahn siedelten sich in der Stadt zahlreiche Fabriken an.

Bei den Wahlen von 1933 stimmten 60 % der Einwohner für die Nazis, und 1938 wurde die Synagoge der Stadt geschändet. Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Einwohnerzahl der Stadt durch mehrere Erweiterungen der Stadtgrenzen auf etwa 22 500 an. Heute gibt es eine große portugiesische Gemeinde.


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